On a home scale an overweight woman weighs herself. Ai generated.
8. Oktober 2025

Was ist der Unterschied zwischen Adipositas und Übergewicht?

Die Begriffe Übergewicht und Adipositas werden oft synonym verwendet und gleichgestellt. Beide sind mit starken Vorurteilen belastet: Betroffene hätten „zu viel gegessen“, „zu wenig Disziplin“ oder „keine Bewegung“. Die Wahrheit ist deutlich vielschichtiger.

Während Übergewicht bedeutet, dass das Körpergewicht oberhalb des Normalbereichs liegt, gilt Adipositas heute als chronische Erkrankung mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit eine erfolgreiche Behandlung gefunden werden kann.

Übergewicht: wenn das Körpergewicht oberhalb des Normalbereichs liegt

Von Übergewicht spricht man dann, wenn der Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 29,9 liegt. Menschen in diesem Bereich tragen bereits mehr Gewicht als empfohlen, doch nicht jeder ist dadurch automatisch krank. Oft lässt sich Übergewicht durch eine bewusste Ernährung, durch regelmässige Bewegung und verschiedene Anpassungen im Alltag deutlich verringern.

Dennoch gilt Übergewicht als erste Warnstufe: Je länger es anhält, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass Folgeprobleme wie Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden oder Stoffwechselstörungen auftreten. Deshalb ist es sinnvoll, Übergewicht ernst zu nehmen, bevor daraus eine chronische Erkrankung wie Adipositas wird.

Adipositas: wenn Übergewicht zur chronischen Erkrankung wird

Ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 spricht man von Adipositas. Anders als beim Übergewicht handelt es sich dabei nicht nur um ein erhöhtes Risiko, sondern um eine klar definierte chronische Erkrankung. Sie wird in drei Schweregrade eingeteilt – Grad 1 (BMI 30–34,9), Grad 2 (BMI 35–39,9) und Grad 3 (BMI ab 40).

Besonders entscheidend ist nicht nur das Gewicht an sich, sondern auch die Verteilung des Körperfetts. Ein hoher Taillenumfang etwa weist auf ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen hin. Zu diesen zählen Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkprobleme. Damit wird Adipositas zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung, die eine langfristige und oft medizinisch begleitete Therapie erfordert.

Wichtige Unterschiede zwischen Übergewicht und Adipositas

Auch wenn beide Begriffe oft verwechselt werden, gibt es entscheidende Unterschiede, die für die Diagnose und die Behandlung wichtig sind. Übergewicht ist in erster Linie ein Risikofaktor, während Adipositas bereits als eigenständige Erkrankung gilt.

Die wichtigsten Unterschiede lassen sich so zusammenfassen:

  • Schweregrad: Übergewicht beginnt bei einem BMI von 25, Adipositas ab einem BMI von 30 – mit Einteilung in drei Schweregrade.
  • Gesundheitliche Folgen: Übergewicht erhöht das Risiko für Erkrankungen, Adipositas führt häufig bereits zu manifesten Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck.
  • Behandlungsansatz: Bei Übergewicht helfen oft kleine Veränderungen im Lebensstil, während Adipositas meistens eine langfristige, medizinisch begleitete Therapie oder sogar chirurgische Verfahren erfordert.

Diese Unterscheidung ist so wichtig, um die Betroffenen richtig einzuordnen und ihnen auch die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie wirklich benötigen.

Fazit: Übergewicht ist nicht gleich Adipositas

Übergewicht und Adipositas sind zwei grundverschiedene Ausgangssituationen. Während Übergewicht vor allem ein Warnsignal ist, handelt es sich bei Adipositas um eine chronische Erkrankung mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen. Die gute Nachricht: In beiden Fällen gibt es wirksame Wege, diesen Folgen entgegenzusteuern. Wer rechtzeitig handelt, kann Übergewicht durch kleine, aber nachhaltige Veränderungen in seinen täglichen Gewohnheiten in den Griff bekommen. Bei Adipositas ist in aller Regel eine professionelle, langfristige Behandlung notwendig und meistens auch ein chirurgischer Eingriff.

Für Betroffene bedeutet das: Es gibt keine Ausweglosigkeit. Mit der richtigen Unterstützung lassen sich gesundheitliche Risiken deutlich senken, die Lebensqualität zurückgewinnen und neue Perspektiven schaffen.

Vereinbaren Sie am besten schnellstmöglich einen Termin zur Beratung!